200 Läuferinnen und Läufer, rund 50 Helferinnen und Helfer, sechs Kilometer, unzählige besondere Momente – und eine Stadt, die am Sonntag, 27. September, selbst zur Laufstrecke wurde. Der Detten Urban Run (DUR) anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Laufgemeinschaft Emsdetten war kein gewöhnlicher Lauf. Er war Stadtführung, Hindernislauf, Begegnungsfest, Party und jede Menge Spaß in einem.
Wer am Sonntagmorgen in Emsdetten unterwegs war, konnte sich durchaus fragen, was hier eigentlich los ist. Menschen in pinken Laufshirts waren überall in der Stadt unterwegs – auf Treppen, durch Gebäude, über Brücken, durch Gärten, vorbei an Zuschauerinnen und Zuschauern und immer wieder mitten hinein in Musik und gute Stimmung.
Um 10 Uhr fiel bei strahlendem Sonnenschein der Startschuss, nachdem die Läuferinnen und Läufer mit dem eigens erstellten DUR-SONG in Stimmung gebracht wurden. Vor dem Rathaus begrüßten Bürgermeister Oliver Kellner die 200 Teilnehmenden und Henrik Austrup aus dem Teamvorstand der Laufgemeinschaft Emsdetten dankte den Helfern, den Sponsoren und nicht zuletzt dem ORGA-TEAM mit Aisha Bläker, Sabine Benson, Jürgen Heuer, Tanja Heuer, Janna Lüttmann, Dirk Magnus, Marcus Meiners, Franz-Josef Molitor und Dirk Terhorst. Dann ging es auch schon los – in kleinen Gruppen und mit einem klaren Ziel: Emsdetten einmal ganz anders erleben und das mit unzähligen Sationen.
Station 1: Rathaus Emsdeten – Erste Höhenmeter sammeln
Rauf in den fünften Stock und durch das Nottreppenhaus ging es wieder hinunter – bis in die Tiefgarage. Dort wartete bereits die erste Musikbox und machte klar: Dieser Lauf sollte nicht nur sportlich, sondern vor allem unterhaltsam werden.
Station 2: St. Josef Stift – Gemeinsam feiern
Von dort führte die Strecke weiter in Richtung St. Josef Stift. Als die Läuferinnen und Läufer von Garten aus in das Wohnheim liefen, erwartete sie ein Spalier aus Menschen, bunten Lampen und begeistertem Applaus.
Ein Moment, der vielen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Station 3 – Kulturhof Deitmar
Der Hof Deitmar gilt als einer der Urhöfe Emsdettens und ist die historische Keimzelle der Stadt. Dass er beim DUR nicht fehlen darf ist klar.
Station 4 – Emhölle –> sorry Emshalle
Eine Runde durch die Halle gehörte natürlich dazu – und zum Abschluss ein Selfie mit Kuno, dem Maskottchen des TV Emsdetten.
Station 5 – Kunst im Fokus
Anschließend ging es in die Galerie Münsterland. Die Laufenden bekamen dabei ganz nebenbei einen kleinen Einblick in die aktuelle Ausstellung des Emsdettener Kunstvereins, die erst eine Woche zuvor eröffnet worden war.
Station 6 – Stroetmanns Fabirk
Durch den Seiteneingang der Galerie Münsterland wieder hinaus, weiter Richtung Stroetmanns Fabrik, durch die ehemalige Textilfabrik hindurch und anschließend über die Nordwalder Straße zum Kriegerdenkmal.
Station 7– C-DUR – DIE Musikneipe
Im C-Dur wurde aus dem Lauf endgültig eine Party. Bunte Lichter, Musik und jede Menge Clubatmosphäre erwarteten die Teilnehmenden. Und plötzlich stellte sich die entscheidende Frage: Weiterlaufen? Tanzen? Oder doch lieber erstmal einen Drink an der Theke?
Station 8 – Stadtbibliothek
In der alten Villa Schilgen herrschte ebenfalls beste Stimmung. Mit lauter Musik und kräftigen Anfeuerungsrufen wurden die Läuferinnen und Läufer durch den „Raum der Neuheiten“ geschickt. Das Bibliotheksteam hatte außerdem eigens Laufliteratur zusammengestellt und im Flur präsentiert. Schnell noch ein paar Lauftipps anlesen und weiter geht’s …
Station 9 – Kastanienhof
Hier hatten sich zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner versammelt, um die laufenden Gäste persönlich zu begrüßen. Wieder gab es Applaus, Zurufe und viele strahlende Gesichter.
Station 10 – Schulkiosk „Kotze“
Und spätestens hier war klar: Beim DUR kann man mit allem rechnen. Denn dort hatte sich der TSC KG Emsdetten mit rund 20 Tänzerinnen postiert. Karnevalsmusik, Tanz und lautstarke Unterstützung – mehr Stimmung geht nicht!
Station 11 – Kinderhaus Astrid Lindgren
Ich mach mir den Lauf, widde-widde wie er mir gefällt …
Und wie gut der Lauf den Teilnehmern gefallen hat, zeigte die strahlenden Gesichter, als Sie am „Kleinen Onkel“ im Kinderhaus vorbeiliefen.
Station 12 – La Vida
Beim „La Vida“ wartete eine Verpflegungsstation, die man bei einem klassischen Lauf wohl eher nicht erwartet hätte: Sangria statt Wasser. Was für eine tolle Aktion, die bei den Läuferinnen und Läufern auf große Gegenliebe stieß und dafür sorgte, dass sich vor dem Restaurant eine beachtliche Traube bildete.
Station 13 – „Move your ass!“ – und dann hieß es hüpfen
Das Unternehmen 1KOMMA5° hatte eine Klimameile unter dem Motto „Move your ass“ aufgebaut. Und passend zum Motto hieß es hier ausnahmsweise nicht laufen, sondern: hüpfen!
Station 14 – Tippkötter – Bikes and Music
Hier wartete nach dem Durchqueren des Verkaufsraumes auf der Radteststrecke eine tolle Schülerband, die mit Songs aus der Jugendzeit bei so mancher Läuferin und so manchem Läufer für musikalische Erinnerungen sorgte – einfach genial!
Ziel: Die letzten Meter – und 200 strahlende Gesichter
Der letzte Teil der Strecke führte vorbei an den Stadtwerken und weiter bis zur Moorbrücke. Noch einmal einen Kreisverkehr überqueren – und dann waren sie da: die letzten Meter des DUR.
Am Ziel neben der Bühne wartete bereits die Band „Wehrblech“, die für den passenden musikalischen Rahmen sorgte.
Und nach und nach kamen die Läufer/innen ins Ziel. Müde vielleicht – außer Atem sicherlich – aber vor allem – mit einem riesigen Lächeln im Gesicht.
Ein selbstgemaltes Schild brachte die Stimmung am Ziel vielleicht am besten auf den Punkt:
„Dettens 1. Urban Run – Ihr seid Legenden!“
Und tatsächlich: Die 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten an diesem Sonntag etwas Besonderes erlebt. Einen Lauf, bei dem es nicht um Bestzeiten ging – keinen klassischen Wettkampf, sondern um das gemeinsame Erlebnis mit Überraschungen hinter jeder Ecke! Mit Begegnungen und mit viel Freude daran, die Stadt Emsdetten, die mit Ihren Einwohnern unglaublich viel zu bieten hat, einmal aus einer völlig neuen Perspektive zu entdecken.
Emsdetten läuft – gemeinsam!
Der Detten Urban Run war damit auch ein wunderbares Geschenk, das sich die LGE zum 40-jährigen Jubiläum selbst gemacht hat. Vor allem aber war er ein Gemeinschaftsprojekt. Rund 50 Helferinnen und Helfer standen an der Strecke, sorgten für Sicherheit, wiesen den Weg, feuerten an und hielten an Kreuzungen und Ampeln den Rücken frei. Dazu kamen die vielen Einrichtungen, Vereine, Unternehmen, Institutionen, Musikerinnen und Musiker, Bewohnerinnen und Bewohner und unzählige Menschen im Hintergrund, die ihre Türen geöffnet, Ideen eingebracht oder einfach für gute Stimmung gesorgt haben.
Euch allen gilt unser ganz besonderer Dank!
Wir können an dieser Stelle unmöglich alle namentlich nennen. Aber wir wissen: Diejenigen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, werden sich angesprochen fühlen.
Die LGE und das ORGA-TEAM sagen DANKE an alle!